Die Auswirkungen neuer Technologien für den Klimaschutz auf die Wahrung der Menschenrechte

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STELLUNGNAHME VON AMNESTY INTERNATIONAL AN DEN BERATENDEN AUSSCHUSS DES MENSCHENRECHTSRATES | Originalartikel (englisch): hier.
20. Mai 2022


 

April 2022

EINLEITUNG

Amnesty International begrüßt die Gelegenheit, einen Beitrag zum Gutachten des Beratenden Ausschusses des Menschenrechtsrates über die Auswirkungen neuer Technologien für den Klimaschutz auf die Ausübung der Menschenrechte zu leisten, wie vom Menschenrechtsrat in Resolution 14/481 erbeten.

Die Vorlage orientiert sich an einigen der Fragen, die der Beratende Ausschuss in der Aufforderung aufwirft und stützt sich auf die Veröffentlichung von Amnesty International vom Juni 2021: “Stop Burning Our Rights – What governments and corporations must do to protect humanity from the climate crisis.” (Link: https://www.amnesty.org/en/documents/pol30/3476/2021/en/, englisch, französisch, türkisch)

Dieser Beitrag konzentriert sich nur auf die Strategien zur Entfernung von Kohlenstoffdioxid (Carbon Dioxide Removal; CDR) unter den neuen Technologien zum Klimaschutz. Amnesty International ist sich der Menschenrechts- und Umweltgefahren bewusst, die mit Technologien im Umgang mit Sonneneinstrahlung verbunden sind, hat aber keine unabhängige Analyse zu diesen Verfahren durchgeführt.2

 

DIE MENSCHENRECHTLICHEN RISIKEN VON KOHLENSTOFFDIOXID-ENTFERNUNG AUS DER ATMOSPHÄRE

(Antworten auf die Kernfragen 1-4)

Die Strategien zur Entfernung von Kohlenstoffdioxid (CO2) umfassen sowohl naturbasierte Strategien3 als auch auf industrielle Geo-Engineering Technologien4 die darauf abzielen, CO2 in großem Umfang aus der Atmosphäre zu entfernen. Die CDR-Verfahren werden als „negative Emissionen“ angesehen, da davon ausgegangen wird, dass die CO2-Entfernung dazu beiträgt solche Emissionen auszugleichen, die wir gegenwärtig nicht verhindern können. Die Bilanz über einen bestimmten Zeitraum zwischen Emissionen und negativen Emissionen wird als „Netto-Null-Emissionen“ bezeichnet.

In den letzten Jahren haben Regierungen und Unternehmen verstärktes Interesse an CDR-Technologien gezeigt, zu denen sowohl Geoengineering-Methoden als auch naturbasierte Verfahren wie Erst- und Wiederaufforstung gehören.5 Diese Methoden entwickeln sich zunehmend zu einem zentralen Bestandteil der Strategien von Staaten oder Unternehmen zur Emissionsreduzierung und zur Erreichung von „Netto-Null“ bis 2050.6

CDR-Verfahren sollten jedoch nicht als Allheilmittel für die Klimakrise angesehen werden, und nur einige naturbasierte Verfahren sollten wirklich aktiv gefördert werden, vorausgesetzt, sie werden auf menschenrechtskonforme Weise durchgeführt. Der Grund dafür ist, dass andere Verfahren möglicherweise irreversible Umweltschäden mit sich bringen und schwerwiegende Risiken für Menschenrechtsverletzungen darstellen können, insbesondere für die Bevölkerung in Ländern des Globalen Südens, vor allem, wenn sie in großem Maßstab eingesetzt werden.7 Darüber hinaus sind die meisten Technologien derzeit noch nicht in der Lage negative Emissionen zu erzeugen, und ein übermäßiges Vertrauen in ihre künftige Entwicklung könnte ein gefährliches Risiko und eine unangemessene Verzögerung des dringenden Ausstiegs aus der Nutzung fossiler Brennstoffe darstellen.

Der am häufigsten genutzte CDR-Ansatz, die Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (bio-energy with carbon capture and storage; BECCS), basiert auf der Produktion von Biokraftstoffen in Verbindung mit Verfahren zur Abscheidung und Speicherung des bei der Energieerzeugung freigesetzten CO2.8 Die Nutzung von Flächen für die Bioenergie erhöht den Wettbewerb um Land. Dies führt häufig dazu, dass Regierungen oder Unternehmen große Grundstücke erwerben, oftmals auf Kosten indigener Völker und Kleinbauern, die gewaltsam vertrieben und ihres Landes und ihrer Lebensgrundlagen beraubt werden.

In Indonesien und Malaysia beispielsweise haben Palmölunternehmen ganze indigene Dörfer mit Bulldozern niedergewalzt. Dadurch verloren die Bewohner*innen ihre Heimat und waren nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen.9 In Brasilien hat das Volk der Guarani einen Großteil ihres Landes an den Zuckerrohranbau verloren, während in Mittelamerika der Ansturm auf Zucker, der auch durch die der weltweiten Nachfrage nach Biokraftstoffen verstärkt wird, zu Übergriffen, Zwangsvertreibungen und Morden an Indigenen geführt hat.10

Um erhebliche negative Emissionen zu erzielen, würde BECCS riesige Mengen an Land erfordern. So wird geschätzt, dass die Bereitstellung von drei Gigatonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr durch BECCS, was eine relativ bescheidene Menge ist, die Umwandlung von etwa 380-700 Millionen Hektar im Jahr 2100 erfordern würde. Dies entspricht 7-25 % der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche und 25-46% der Acker- und Dauerkulturfläche.11 Die Auswirkungen auf die Rechte Indigener und ländlicher Gemeinschaften sowie auf die Ernährungssicherheit, die biologische Vielfalt und die Bodendegradation könnten verheerend sein.

Bei einigen naturbasierten CDR-Ansätzen bestehen ähnliche Landbeschränkungen wie bei BECCS. Erstaufforstung erfordert beispielsweise ebenfalls die Bereitstellung von Land, da der Wald auf Flächen wächst, auf denen es bisher keinen Wald gab. Der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) bestätigte, dass es Grenzen für den Einsatz von landbasierten Minderungsmaßnahmen wie Bioenergiepflanzen oder Aufforstung gibt.12 Die großflächige Nutzung von „Aufforstung und Bioenergie kann mit anderen Landnutzungen konkurrieren und könnte die Risiken für die Ernährungssicherheit, die nachhaltige Entwicklung, die Wüstenbildung, Bodendegradation, biologische Vielfalt und andere Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen erhöhen“.13

Bei der Wiederaufforstung ist der Bedarf an neuem Land geringer als bei der Erstaufforstung, da es sich um menschliche Bemühungen handelt, einen Wald wieder herzustellen, der einst existierte, aber vernichtet oder geschädigt wurde. Die Auswirkungen auf das Land sind jedoch nicht unbedeutend, da degradierte Waldflächen häufig für Wohnzwecke oder die Landwirtschaft genutzt werden. Der Klimaschutz und ökologische Umweltnutzen der Wiederaufforstung kann deutlich geschmälert werden, wenn dabei großflächig Monokulturen gepflanzt werden, die an die Stelle natürlicher Ökosysteme oder von Flächen treten, die sich im Prozess der natürlichen Wiederherstellung von Ökosystemen befanden. Monokultur-Baumplantagen speichern weniger Kohlenstoff als natürliche Wälder, und ihre regelmäßige Ernte setzt alle 10 bis 20 Jahre CO2 in die Atmosphäre frei.14

Monokultur-Wälder können auch direkte negative Auswirkungen auf die Umwelt haben, wie z. B. Verdrängung der bestehenden Artenvielfalt, Verschmutzung von Wasser- und Nährstoffeinträgen und Veränderung der lokalen Gewässer.15 Große Monokultur-Baumplantagen können auch negative Auswirkungen auf die Menschenrechte haben, da sie oft auf Land errichtet werden, das indigenen Völkern und ländlichen Gemeinschaften entzogen wurde.16 Trotz dieser Nachteile wird geschätzt, dass ein Großteil der Verpflichtungen zur Wiederherstellung der Wälder durch die Anpflanzung von Monokulturen erfüllt wird.17

Laut der Climate Land Ambition and Rights Alliance (CLARA) kann die Wiederherstellung von Wäldern, die entweder durch die Beseitigung von Unkraut oder Beweidung, die die Erholung des Waldes unterdrücken (natürliche Regeneration), oder durch die Wiederanpflanzung oder Wiederaussaat der bekannten einheimischen Artenmischung, die vor der Rodung vorhanden war (Wiederaufforstung), zu einer größeren Kohlenstoffbindung, Biodiversität und Widerstandsfähigkeit der Wälder führen.18 Letztlich bietet die Vermeidung von Waldschäden und Abholzung die größte Chance, Kohlenstoff zu binden, da Bäume im Durchschnitt 30 Jahre brauchen, um ihre maximale Kapazität zur Kohlenstoffspeicherung zu erreichen.19

Wie CLARA aufzeigt, ist der Schutz und die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme wie Wälder, Torfmoore und Grasland eine der wirksamsten naturbasierten Strategien für die Kohlenstoffbindung, die die biologische Vielfalt schützt und nicht mit den Menschenrechten kollidiert. Der Bericht zeigte auch, dass die Gewährleistung der Besitzrechte indigener Völker und lokaler Gemeinschaften bei der Bewirtschaftung von Land und Wäldern „ein weitaus gerechterer und kosteneffizienterer Weg zur Erreichung von Klimaschutzzielen ist als andere Maßnahmen zur Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff“.20

In ähnlicher Weise stellte der IPCC fest, dass einige naturbasierte CDR-Maßnahmen „wie die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme und die Bindung von Kohlenstoff im Boden Zusatznutzen wie verbesserte biologische Vielfalt, Bodenqualität und lokale Ernährungssicherheit bieten könnten“.21 Im Bericht der Arbeitsgruppe III führt der IPCC aus, dass „Wiederaufforstung, verbesserte Waldbewirtschaftung, Bindung von Kohlenstoff im Boden, Wiederherstellung von Torfgebieten und Blue-Carbon-Management Beispiele für Methoden sind, die je nach Kontext die biologische Vielfalt und die Funktionen von Ökosystemen, die Beschäftigung und die lokalen Lebensgrundlagen verbessern können (hohe Konfidenz). Im Gegensatz dazu kann die Aufforstung oder Erzeugung von Biomasse für BECCS oder Biokohle, wenn sie schlecht umgesetzt wird, negative sozioökonomische und ökologische Auswirkungen haben, unter anderem auf die biologische Vielfalt, die Lebensmittel- und Wassersicherheit, die lokalen Lebensgrundlagen und auf die Rechte indigener Völker, insbesondere wenn sie in großem Maßstab und bei unsicheren Landbesitzverhältnissen umgesetzt wird (hohe Konfidenz)“.22

DIE MENSCHENRECHTLICHE ERFORDERNIS, DEN AUSSTIEG AUS FOSSILEN BRENNSTOFFEN UND DIE REDUZIERUNG DES ENERGIEVERBRAUCHS IN DEN VORDERGRUND ZU STELLEN

(Antwort auf Kernfrage 6)

Der Erhalt und die Verstärkung natürlicher Kohlenstoffsenken, sowie die verbesserte Landnutzung und der Übergang zu nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken können erhebliche Mengen an CO2 aus der Atmosphäre entfernen und zur Vermeidung von Emissionen beitragen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass auch diese naturbasierten Mechanismen als Ergänzung und nicht als Ersatz für andere Konzepte zur Emissionsvermeidung und -reduzierung, darunter Maßnahmen zur Verringerung der Energienachfrage und des Energieverbrauchs sowie ein schneller Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, gesehen werden.23

Ohne schnelle und weitreichende Maßnahmen in allen Bereichen werden die globalen Durchschnittstemperaturen 1,5°C überschreiten. Wenn die globale Durchschnittstemperatur auch nur vorübergehend auf 1,5 °C ansteigt, werden Menschen und Ökosysteme, wie der IPCC feststellt, mit zusätzlichen schwerwiegenden Gefahren konfrontiert, da einige irreversible Auswirkungen auftreten könnten, wie z. B. vermehrte Waldbrände, Massensterben von Bäumen, Austrocknen von Torfgebieten und Auftauen des Permafrosts. Diese Auswirkungen schwächen die natürlichen Kohlenstoffsenken und setzen zusätzliche Treibhausgase frei, was die globale Erwärmung noch weiter verschärft. Dies wird wiederum noch verheerendere Auswirkungen auf die Menschenrechte haben.24

Wenn die globale Durchschnittstemperatur auf über 1,5°C ansteigt oder Programme zur Emissionsreduzierung beschlossen werden, bei denen Maßnahmen zur Verringerung der Energienachfrage und ein rascher Ausstieg aus fossilen Brennstoffen keine hohe Priorität haben, werden die Regierungen auf CDR-Mechanismen in großem Maßstab zurückgreifen müssen.25 Dies wird „erhebliche Auswirkungen auf Land, Energie, Wasser oder Nährstoffe“ 26 und schwerwiegende Folgen für die Menschenrechte haben, insbesondere für die ohnehin schon benachteiligten Menschen in den Ländern des Globalen Südens. Einen Anstieg der Emissionen zuzulassen und dann auf schädliche CDR-Maßnahmen zurückzugreifen, würde Menschen, die bereits an den Rand gedrängt sind, noch mehr Leid zufügen und zu massiven Menschenrechtsverletzungen führen. In der Praxis würde dies bedeuten, dass die am meisten benachteiligten Menschen und künftige Generationen den Preis dafür zahlen, dass reiche Regierungen nicht sofort handeln, um die Emissionen zu reduzieren.27

Zum Schutz der Menschenrechte sollte der schrittweise Ausstieg aus der Nutzung und Produktion fossiler Brennstoffe innerhalb eines Zeitrahmens, der sich an dem Ziel die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen orientiert, oberste Priorität haben, wobei die wohlhabenderen Staaten dies schneller erreichen sollten als Länder mit geringerem Einkommen.28 Gleichzeitig muss der Übergang zu erneuerbaren Energien und einer kohlenstofffreien Wirtschaft gerecht, nachhaltig und menschenrechtskonform sein, um den Zugang zu Energie für alle zu erleichtern und sicherzustellen, dass der Übergang nicht zum Nachteil von einzelnen Gemeinschaften und Personen erfolgt, die bereits marginalisiert oder benachteiligt sind. Dazu gehört die Ergänzung des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen durch Maßnahmen zur Senkung des Gesamtenergiebedarfs und -verbrauchs, wie z. B. die Förderung und Finanzierung der Isolierung von Häusern, Investitionen in ein breites, gut zugängliches und erschwingliches öffentliches Verkehrssystem und die Förderung einer Kreislaufwirtschaft.

EMPFEHLUNGEN

  • Die Staaten müssen Klimaschutzmaßnahmen zur Vermeidung und Verringerung von Emissionen Vorrang einräumen, einschließlich solche, die die Energienachfrage und den Energieverbrauch reduzieren und zu einem schnellen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen führen, um eine übermäßige Abhängigkeit in CDR-Mechanismen zu vermeiden.
  • Unter den CDR-Maßnahmen sollten die Staaten naturbasierte Mechanismen bevorzugen, und zwar insbesondere solche die die besten Ergebnisse für Ökosysteme und Menschenrechte liefern und nicht mit ihnen um die Landnutzung konkurrieren.
  • Bevor die Staaten CDR-Projekte, einschließlich Aufforstung und Wiederaufforstung, beschließen, müssen sie Umwelt- und Menschenrechtsverträglichkeitsprüfungen durchführen, um den potenziellen Schaden genau abzuschätzen und mögliche Maßnahmen zur Schadensbegrenzung und Wiedergutmachung einzuleiten.
  • Vor der Genehmigung von CDR-Projekten müssen die Staaten Rücksprache mit lokalen Gemeinschaften abhalten, die eine sinnvolle Beteiligung aller und insbesondere der am stärksten marginalisierten Gruppen und Personen ermöglichen und das Recht der indigenen Völker auf freie, vorherige und informierte Zustimmung respektieren soll.

 

 


1 https://www.ohchr.org/en/calls-for-input/calls-input/impact-new-technologies-climate-protection-enjoyment-human-rights

 

2 Über die Gefahren, die mit der Reduktion von Sonneneinstrahlung einhergehen finden Sie mehr Informationen bei CIEL, Fuel to Fire: How Geo-Engineering Threatens to Entrench Fossil Fuels and Accelerate the Climate Crisis, 2019, S. 9, https://ciel.org/reports/fuel-to-the-fire-how-geoengineering-threatens-to-entrench-fossil-fuels-and-accelerate-theclimate-crisis-feb-2019/ und W. Burns, The Paris Agreement and Climate Geo-engineering Governance: The Need For a Human RightsBased Component, 2016, CIGI Papers, https://cigionline.org/sites/default/files/documents/CIGI%20Paper%20no.111%20WEB.pdf

3 Zu den naturbasierten CDR-Mechanismen gehören Wiederaufforstung, Aufforstung und Waldbewirtschaftung, Kohlenstoffbindung im Boden und Wiederherstellung von Ökosystemen.

4 Zu den industriellen CDR-Technologien gehören Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (BECCS), direkte Kohlenstoffabscheidung und -speicherung in der Luft (DACCS), verstärkte Verwitterung, Eisendüngung der Ozeane und Alkalisierung der Ozeane. Ein weiterer viel diskutierter, aber noch nicht verfügbarer Geo-Engineering-Ansatz ist das Solar Radiation Management (SRM), dass keine Kohlenstoffabscheidung vorsieht. SRM versucht nicht, die Treibhausgase in der Atmosphäre zu reduzieren, sondern schlägt vor, einen kleinen Teil des einfallenden Sonnenlichts zurück in den Weltraum zu reflektieren, bevor es von den Treibhausgasen in der Atmosphäre eingefangen wird, um so die Auswirkungen der globalen Erwärmung zu verringern.

5 Der IPCC definiert Wiederaufforstung als “Umwandlung von Flächen, die früher bewaldet waren, aber einer anderen Nutzung zugeführt wurden, in Wald” und Aufforstung als “Umwandlung von Flächen, die in der Vergangenheit nicht bewaldet waren, in Wald”. Siehe https://ipcc.ch/srccl/chapter/glossary/

6 ActionAid and others, Not Zero: How “Net Zero” Targets Disguise Climate Inaction, Oktober 2020, https://actionaid.org/publications/2020/notzero-how-net-zero-targets-disguise-climate-inaction

7 Die Eisendüngung der Ozeane und die Alkalisierung der Ozeane könnten beispielsweise die Integrität der Ökosysteme der Ozeane verändern, was zu einem Verlust der biologischen Vielfalt und zum Verlust der Lebensgrundlagen der von der Fischerei abhängigen Gemeinden führen könnte. Siehe W. Burns, The Paris Agreement and Climate Geo-engineering Governance (bereits zitiert);
W. Burns, “Can we tweak marine chemistry to help stave off climate change?”, 12. März 2019, The Conversation, https://theconversation.com/can-wetweak-marine-chemistry-to-help-stave-off-climate-change-93174
Ebenso könnte eine verstärkte terrestrische Verwitterung negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt der Meere sowie auf die Kontamination von Boden, Wasser und Lebensmitteln haben. Royal Society and Royal Academy of Engineering, Greenhouse Gas Removal, 2017, https://royalsociety.org/~/media/policy/projects/greenhouse-gas-removal/royal-society-greenhouse-gas-removal-report-2018.pdf#page=39.
Siehe außerdem: IPCC, Special Report on Climate Change and Land, Summary for Policymakers (bereits zitiert); Climate Action Network, Position on Carbon Capture, Storage and Utilization, Januar 2021, https://climatenetwork.org/wpcontent/uploads/2021/01/can_position_carbon_capture_storage_and_utilisation_january_2021.pdf

8 Kohlendioxid kann terrestrisch oder unter den Weltmeeren gespeichert oder potenziell für andere Zwecke genutzt werden. Für eine technische Erläuterung von BECCS siehe Royal Society and Royal Academy of Engineering, Greenhouse Gas Removal (bereits zitiert), S. 37.

9 Human Rights Watch, “When We Lost the Forest, We Lost Everything” – Oil Palm Plantations and Human Rights Violations in Indonesia, 22. September 2019, https://hrw.org/report/2019/09/23/when-we-lost-forest-we-lost-everything/oil-palm-plantations-and-rights-violations ; Amnesty International, The Forest is Our Heart-Beat: The Struggle to Defend Indigenous Land in Malaysia (Index: ASA 28/9424/2018), 29. November 2018, https://amnesty.org/en/documents/asa28/9424/2018/en/

10 ActionAid, Feeling the Biofuels Pressure – Human Rights Abuses in Guatemala, 2013, https://ms.dk/sites/default/files/filarkiv/dokumenter/jordtyveri/guatemala_report.pdf ;
EarthRights International, “Honduran Farmers Sue World Bank Group for Human Rights Violations”, 2017, https://earthrights.org/media/honduran-farmers-sue-world-bank-group-for-human-rights-violations/

11 W. Burns, The Paris Agreement and Climate Geo-engineering Governance: The need for a human rights-based component (bereits zitiert).

12 IPCC, Special Report on Climate Change and Land, Summary for Policymakers, August 2019, S. 21, https://www.ipcc.ch/srccl/chapter/summary-forpolicymakers/

13 IPCC, Special Report on Global Warming of 1.5°C, Summary for Policymakers, Oktober 2018, S. 23, https://www.ipcc.ch/sr15/chapter/spm/ ; IPCC, Special Report on Land, Summary for Policymakers (bereits zitiert), p. 21.

14 I. Kaminski, “We might not be planting the right kind of forests”, 25. Dezember 2019, Wired, https://wired.com/story/we-might-not-be-plantingthe-right-kinds-of-forests/

15 CLARA, Missing pathways to 1.5°C, 2018, https://climatelandambitionrightsalliance.org/report , S. 17.

16 Global Forest Coalition, Monoculture Tree-Plantations – Fuelling the Fire, 2017, https://www.globalforestcoalition.org/7432-2/

17 New York Declaration on Forests, Five Year Assessment Report, 2019, https://efi.int/publications/new-york-declaration-forests-five-yearassessment-report-2019-10-09

18 CLARA, Missing pathways to 1.5°C (bereits zitiert), S. 17.

19 I. Kaminski, “We might not be planting the right kind of forests” (bereits zitiert).

20 CLARA, Missing pathways to 1.5°C (bereits zitiert), S. 1.

21 IPCC, Special Report on Global Warming of 1.5°C, Summary for Policymakers (bereits zitiert), S. 23-24.

22 IPCC, Climate Change 2022 – Mitigation of Climate Change, Working Group III contribution to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change, Summary for Policymakers, Absatz C.11.2, https://report.ipcc.ch/ar6wg3/pdf/IPCC_AR6_WGIII_SummaryForPolicymakers.pdf

23 Siehe z.B. FERN, “What are carbon sinks?”, 2016, https://fern.org/news-resources/what-are-carbon-sinks-332/ ; CIEL, Fuel to Fire: How Geo-Engineering Threatens to Entrench Fossil Fuels and Accelerate the Climate Crisis (bereits zitiert), S. 56-57.

24 IPCC, Climate Change 2022, Climate Impacts, Adaptation and Vulnerability, Working Group III contribution to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change, Summary for Policymakers, Absatz SPM.B.6.2, https://report.ipcc.ch/ar6wg2/pdf/IPCC_AR6_WGII_SummaryForPolicymakers.pdf

25 Der IPCC stellte mit hoher Wahrscheinlichkeit fest, dass „eine Überschreitung der Zielvorgaben und die Abhängigkeit von einem zukünftigen groß angelegten Einsatz der Kohlendioxid-Reduktion (CDR) nur erreicht werden kann, wenn die globalen CO2-Emissionen deutlich vor 2030 zu sinken beginnen“. Siehe IPCC, Special Report on Global Warming of 1.5°C, Summary for Policymakers (bereits zitiert), S. 24.

26 IPCC, Special Report on Global Warming of 1.5°C, Summary for Policymakers (bereits zitiert), S. 23-24.

27 Amnesty International, “Failure to act swiftly on climate change risks human rights violations on a massive scale”, 8. Oktober 2018, https://amnesty.org/en/latest/news/2018/10/failure-to-act-swiftly-on-climate-change-risks-human-rights-violation-on-massive-scale/

28 Amnesty International, “Urgent fossil fuels phase-out critical to protect rights”, 4. April 2022, https://www.amnesty.org/en/documents/ior40/5405/2022/en/

5. Juli 2022